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Dezember 2015


Der Bericht der Hospitalleitung über die Ereignisse des Jahres 2015
Auch 2015 war für SKM Hospital wieder sehr erfolgreich. Ausführlichere Informationen können dem Weihnachtsbrief entnommen werden, der Spendern und Freunden des Krankenhauses zugestellt wird.

» Download "Weihnachtsbrief 2015"


Schwerer Busunfall - schnelle Hilfe durch das SKM Hospital
Am Morgen des 3. Dezember war eine Hochzeitsgesellschaft im Bus auf dem Weg zu den Feierlichkeiten, als der Fahrer wahrscheinlich aufgrund mangelnder Aufmerksamkeit sowie überhöhter Geschwindigkeit die Kontrolle über den Bus verlor. Der Bus rollte über 50 Meter eine komplette Serpentine hinunter und landete auf dem darunterliegenden Straßenabschnitt.
Die Schwerverletzten wurden sofort mit PKWs ins SKM-Hospital gebracht und von den einheimischen Kräften behandelt. Glücklicherweise war zudem ein erfahrener Gastchirurg vor Ort, der das Team unterstützen konnte.
Drei Schwerverletzte mussten allerdings nach Kathmandu verlegt werden, von denen ein Patient später leider verstarb. Bereits am gleichen Abend waren alle Verletzten im SKM-Hospital operativ versorgt.




Oktober 2015


Sachstandsbericht zur Erdbebenhilfe

Hallo Ihr Lieben,

bin seit dem 12.10.2015 wieder zurück aus Nepal und möchte Euch zum Thema "Erdbebenhilfe Nepal" einen aktuellen Sachstandbericht geben.


1. Grundsätzliche überlegungen zur Wiederaufbauhilfe nach den Erdbeben am 25.04. und am 12.05.2015:

Unser satzungskonformes Projektziel ist die Behandlung von überwiegend mittellosen Patienten nach Unfällen, Brandverletzungen, geburtsbedingten Fehlbildungen, mit Tumoren und allen Krankheiten, die im weitesten Sinne in die Fachgebiete der rekonstruktiven Chirurgie fallen. Dies ist den Spendern versprochen, und unsere Glaubwürdigkeit hängt entscheidend davon ab, ob die Spenden auch ausschließlich dafür ohne Abzüge und Umwege zur Verfügung stehen. Dies ist elementares Gedankengut für alle die im Projekt Verantwortung tragen.
Wir haben aber auch den Spenderwillen zu respektieren, der uns im Falle der Erdbebenkatastrophe in vielen Fällen ausdrücklich die Wiederaufbauhilfe als Verwendungszweck genannt hat. Dies ist natürlich sehr weit gefasst und erfordert gut durchdachte Ansätze. In jedem Fall erwartet der Spender, dass sein Geld nirgendwo versickert oder zweckentfremdet eingesetzt wird, und deshalb ist die zweite wichtige überlegung nach der Zielgerichtetheit die Kontrolle des beabsichtigten Mitteleinsatzes. Denn eine Spende wird erst dann zur guten Tat, wenn ihr Zweck wirklich erfüllt ist.
Diesen Auftrag umzusetzen, hat uns viel Kopfschmerzen bereitet, denn die Realität vor Ort ist um ein Vielfaches komplizierter, als wir es uns zu Hause vorstellen. Es gibt keine vertrauenswürdigen Organisationsformen wie ein Sozialamt, bei dem man den Grad der Hilfsbedürftigkeit erfragen könnte. Auch die Hospitalleitung und unser Nepalesischer Partner, der SKM-Trust, waren sehr einfallslos und wenig hilfreich. Alle fürchteten, sich dem Vorwurf der Korruption auszusetzen, fürchteten Neiddebatten und die Störung des Betriebsfriedens im Hospital.
Deshalb habe ich mich entschlossen, das gesamte Hilfsprogramm in die alleinige Verantwortung von Interplast Germany ohne jede Beteiligung der nepalesischen Seite zu legen. Wir sind stark genug, haben wirkliche Autorität und sind gegenüber allen Verdächtigungen unlauterer Machenschaften erhaben und glaubwürdig. Das steht zwar unserem Projektziel der Übertragung der Verantwortung in nepalesische Hände entgegen, aber während und nach Katastrophen schien mir diese Abweichung von der Linie gerechtfertigt.


2. Zusammensetzung des Erdbebenfonds:

Für die Wiederaufbauhilfe standen folgende Gelder zur Verfügung:

- 20 000,- Euro vom Kindermissionswerk (Sternsinger!). Daraus wurde die Übergangshilfe für die Monsunzeit durch Trudi Reske finanziert.
- 25 000,- Euro von der Interplast-Sektion Eschweiler unter Elmar Nick und Rolf Overs-Frerker und vielen anderen. Der Betrag wurde direkt nach Nepal überwiesen.
- 25 000,- Euro von der von Dr. Bernhard Uhl neugegründeten Deutsch-Nepalesischen Gynäkologischen Gesellschaft. Ebenfalls Direktüberweisung nach Nepal
- 25 000,- Euro von unserer eigenen Sektion "Nepalprojekt"

Ich betrachte dies als ein Topf, aus dem die folgenden Einzelmaßnahmen finanziert wurden/werden. Die Beschränkung auf die Familien unserer Hospitalmitarbeiter ist einzig der besseren Kontrollmöglichkeit geschuldet. Alles andere wäre nicht steuerbar gewesen. Ich betrachte dies aber nicht als Erdbebenhilfe für das Hospital sondern für die Allgemeinheit!


3. Erdbebenhilfe in Schritten und in verschiedenen Hilfspaketen:

3.1. Nach dem Hauptbeben am 25.04. versuchten die Leute sich mit Plastikplanen und Zelten vor dem gerade beginnenden Monsun zu schützen. Alle älteren Häuser in der Umgebung um das Hospital waren zusammen gefallen oder so stark in ihrer statischen Substanz angeknackst, dass sie beim nächsten stärkeren Erdstoß zusammen zu fallen drohten. Selbst die Bewohner der noch intakten Häuser trauten sich nicht zurück und bevorzugten die Notunterkünfte. Nach wenigen Tagen waren diese Lager völlig durchnässt und unzureichend. Man kann z.B. unter einer Plastikfolie keinen Kerosinkocher betreiben. Als Soforthilfe habe ich am 28.04. 1000 Meter Plastikfolie und viele Rollen Schaumstoffmatten beschafft und bezahlt. Es ging also zunächst darum, Lösungen zu finden, mit denen die Leute die nächsten 5 Monate den Monsuns überstehen konnten.
Direkt nach meiner Rückkehr in der ersten Maiwoche erklärte sich Trudi Reske aus Voerde bereit, nach Nepal zu fliegen und diese Interimslösung für unsere Hospitalangehörigen zu organisieren. Sie führte unzählige Einzelgespräche und versuchte die individuelle Not der Familien heraus zu finden. Es ging darum, Baumaterial wie Bambus- oder Holzstangen und endlos viel Wellblech zu beschaffen. Manche Familien hatten ihre gesamte Kücheneinrichtung verloren. Innerhalb von 4 Wochen hat Trudi Reske insgesamt 17500 Euro an Hospitalangehörige und deren Familie ausbezahlt. Dafür sei ihr ein großes Lob ausgesprochen.


Schlecht geeignete Wellblechhütte

Provisorische Küche

3.2. Mit Ende des Monsuns im September flog ich erneut nach Nepal, um die eigentliche Wiederaufbauhilfe zu starten. Im Hospital war weitgehend wieder Normalbetrieb, und es gab eigentlich keine Erdbebenpatienten mehr. Erstaunlich war die gute Belegung während der gesamten Monsunzeit, denn normalerweise gingen die Patientenzahlen in dieser Jahreszeit immer stark zurück. Insgesamt machte die Belegschaft einen guten und motivierten Eindruck, obwohl fast alle zu Hause ein "Erdbebenproblem" hatten. Von der 60-köpfigen Belegschaft hatten 30 ihre Häuser ganz verloren, und bei 15 weiteren waren sie wegen der Beschädigungen nur teilweise bewohnbar. Ich sah mich veranlasst, allen Mitarbeitern eine Einmalzahlung von 250 Euro quasi als Dank und Motivationsgeld auszubezahlen.

3.3. Mittels eines standardisierten Fragebogens habe ich alle Mitarbeiter einzeln zu ihrer Lebenssituation vor und nach dem Beben befragt. Ich habe herauszufinden versucht, wie wohlhabend die Familie ist, wieviel Einkommen zur Verfügung stehen, wieviele Motorräder und Kühe sie haben und welche Pläne ihnen für den Wiederaufbau vorschweben. Bis zu diesem Zeitpunkt gab es weder von staatlicher noch anderer Seite irgendeine Hilfe. Allerdings haben mir alle ein staatliches Gutachten zu Beschädigungsgrad der Gebäude vorlegen müssen. Das hat die Regierung sehr schnell für alle Hausbesitzer erstellt. Ich habe dann Beträge zwischen 300 und 1100 Euro als Starthilfe bewilligt und ihnen dies in einem kleinen Brieflein eröffnet. Die Gelder gingen direkt auf die Gehaltskonten. Alles habe ich genauestens protokolliert, und jeder kann meine Unterlagen im Detail einsehen.


Überall Wellblech

Wellblechhütte als Schlafraum

Wellblech als Übergangslösung

Behelfshütte neben unbewohnbarem Haus

3.4. Eine weitere sinnvolle und zugleich kontrollierbare Aktion schien mir zu sein, den umliegenden nicht privaten Schulen und den Healthposts Wiederaufbauhilfe zu leisten. Dazu habe ich mit dem Bürgermeister von Sankhu sehr konstruktive Gespräche geführt. In wenigen Tagen hatten wir einen detaillierten Bedarfsplan für 19 Schulen und 5 Healthposts vorliegen. Wir haben dann alle Schulleiter und Verantwortliche der Healthposts zu einem Meeting ins Hospital eingeladen. Für jedes Projekt wurde ein kleiner Unterstützungsvertrag zwischen dem Hospital und den Projekten abgeschlossen, und in einer feierlichen Zeremonie wurde alles besiegelt. Dazu einige Fotos und übersichten sowie ein Beispiel als Anlage. Insgesamt wurden ca. 20 Tausend Euro zugesagt. Später habe ich noch 3 Schulen von der gegenüberliegenden Hangseite in Richtung Djangu Narajan Tempel dazu genommen. Ich habe angekündigt, alle Projekte und die ordnungsgemäße Durchführung der beantragten Maßnahmen persönlich während meines nächsten Aufenthaltes ab 17.11. zu kontrollieren.


Beratung mit Schulleitern

Abschluß der Hilfsverträge

Schulen und Healthposts sind zufrieden

3.5. Weiterhin habe ich angeboten, dass jeder bei Bedarf ein zinsloses Darlehen zu humanem Rückzahlungsmodus zum Wiederaufbau erhalten kann. An diesen Regularien müssen wir noch arbeiten. Ich wollte dafür den Restbetrag von ca. 25.000 Euro aus dem Topf reservieren.


Begonnener Neubau

eine neue Wellblechkirche


Soviel zum jetzigen Sachstand. Wir haben damit beispielgebend als erste Institution schnell und unbürokratisch geholfen. Von staatlicher Seite wurden bisher nur Ankündigungen vorgenommen, aber de facto ist nichts passiert.

Zur eigentlichen Erdbebenkatastrophe kam nun auch noch das Handelsembargo von Indien als Folge der neuen Verfassung hinzu. Es gibt in ganz Nepal kaum noch Benzin/Diesel oder Flaschengas. Selbst unsere Kantine kocht auf Holzfeuer im Freien. Nachdem wir bis auf nur noch 3 Fässer Diesel (19 leere Fässer) abgewirtschaftet waren, habe ich einer Lieferung zu überhöhten Preisen auf dem Schwarzmarkt zugestimmt, denn wir haben das Hospital voller Patienten und unsere Fürsorgepflicht ihnen gegenüber ließ uns keine andere Wahl. Die Preise für alles, besonders Baumaterialien, steigen rapide, und man kann nur beten, dass unsere Hilfe durch diese Situation nicht verpufft.

Im November werde ich mir erneut ein Bild machen und ggf. etwas nachsteuern. Es wird aber von uns in weiterer Zukunft keine weitere Hilfe geben.

Hein Stahl

INTERPLAST-Germany e. V.


August 2015


Dhanyabad - das nepalesische Wort für "Danke"
Das SKM-Hospital und seine Mitarbeiter möchten sich bei den zahlreichen Spendern herzlich bedanken. Vielleicht kann der Flyer einen kleinen Einblick in die Situation in Nepal vermitteln.

» Download "Dankes-Flyer"


Juni 2015


Unsere Mauern haben gehalten aber die Seelen sind verwundet
Nun sind seit dem ersten großen Beben schon 6 Wochen vergangen und noch immer ist Nepal weit davon entfernt, zum normalen Leben zurück zu kehren. Nach der ersten dramatischen Woche mit den vielen Nachbeben war die Bevölkerung gerade dabei, ihre provisorischen Zeltbehausungen abzubauen und zumindest in die erhaltenen Gebäude zurückzukehren, als am 12.05. ein weiteres schweres Beben der Stärke 7,3 eine viel tiefergehende Verunsicherung bei allen einleitete. Nun sind sie geradezu verzweifelt und haben die Hoffnung auf eine baldige Normalisierung aufgegeben. Selbst gestandene Ärzte und Mitarbeiter brachen in Tränen aus, flüchteten bei der geringsten Erdbewegung selbst aus dem OP, die Angehörigen der Patienten schoben die Betten jedes Mal ins Freie und haben inzwischen sogar begonnen, wilde Zeltkonstruktionen über den Betten im Freien aufzubauen. Dabei hat das Hospital auch nach dem erneuten Beben keinerlei Risse oder Beschädigungen davon getragen. Aber all dies reicht nicht, die Leute zu beruhigen. Vorne im Carport liegen immer noch ein Dutzend Patienten mit ihren Angehörigen, die eigentlich entlassen sind. Aber ihre Häuser sind zerstört oder baufällig, und dann bleiben sie lieber in einem zugigen Carport. Wir wissen ehrlich gesagt nicht, wie wir das beenden sollen.
Insgesamt hat das Hospital all die Tage seine Standfestigkeit und Leistungsfähigkeit unter Beweis gestellt. Eigentlich war es der sicherste Ort Nepals. Die Bedeutung des Hospitals hat damit noch mal eine völlig andere Dimension bekommen.

Seit dem ersten Beben wurden 74 Frauen, 95 Männer und 40 Kinder behandelt und 61 meist schwere Operationen durchgeführt. Für 5 Menschen kam leider jede Hilfe zu spät. Die meisten Patienten kamen natürlich aus Salambutar und Sankhu, aber auch aus 9 anderen Districten: Kathmandu, Bhaktapur, Lalitpur, Sindhupalchwok, Dhading, Dolkha, Nuwakot, Kavra und Rasuwa. Dies unterstreicht die überregionale Bedeutung des Hospitals. Inzwischen werden immer noch Patienten mit Wundheilungsstörungen aus anderen Krankenhäusern überwiesen. Beim Einsturz einer Hochspannungsleitung kamen jetzt erst mehrere Verletzte mit schlimmen Elektroverbrennungen.
Die Versorgung mit medizinischem Verbrauchsmaterial vom lokalen Markt in Kathmandu klappt gut, und auch die Treibstoffversorgung für unsere Dieselgeneratoren funktioniert. Ein wahrer Segen waren Hilfslieferungen, die unsere Gastteams aus Dinslaken und Bad Honnef kurzfristig arrangierten. Besonders hilfreich war hochwertiges Orthopädiematerial einer großzügigen Spende.

Total überwältigend ist die Spendenbereitschaft aus Deutschland, für die wir uns hier schon mal herzlichst bedanken. Gerade weil das Hospital solch eine wichtige Rolle in der Region wahrnehmen muss, sind Spenden, die auch eine weiterreichende Hilfe ermöglichen, besonders wichtig. Mehr und mehr wird auch für Aufbauhilfe gespendet, denn die Not ist überall groß. Dennoch stoßen wir hinsichtlich der kontrollierten Finanzhilfe an Hilfsbedürftige schnell dort an Grenzen, wo wir nur begrenzten Einfluss und Kontrolle der ordnungsgemäßen Mittelvergabe haben. Deshalb haben wir uns zunächst auf unser Hospital und seine Belegschaft beschränkt. Von unserer 60-köpfigen Belegschaft haben 15 ihre Häuser ganz verloren, und bei weiteren 10 sind die Häuser stark beschädigt. Um dieser Not zu begegnen, haben wir einen Hilfsfond eingerichtet, bei dem unter Vorlage von Rechnungen oder sonstigen Nachweisen Unterstützungsleistungen gezahlt werden können.

Nun bauen die Leute überall Hütten aus Bambus- und Holzstangen, decken sie mit Wellblech ab und richten sich darauf ein, zumindest den beginnenden Monsun darin zu überstehen. Mit dem eigentlichen Aufbau kann dann erst im Herbst begonnen werden.
Trudi Reske aus Vörde war bis kurz vor dem ersten Beben im Hospital. Kaum zu Hause kam das Beben, und nachdem Hein Stahl zurück musste, gab es für sie kein Halten mehr. Inzwischen ordnet sie die Lager, besorgt Nachschub und ist die gute Seele im Hospital. Gerade wir Gäste aus Deutschland haben in dieser schwierigen Phase eine ganz wichtige Funktion. Die Seelen sind verwundet, aber wir können helfen, die Hoffnungslosigkeit zu überwinden.

Danke an alle Ärzte und Helfer und vor allem an die vielen Spender.

Hein Stahl


Mai 2015


Interview des SWR mit Hein Stahl zum Erdbeben in Nepal
Direkt nach seiner Rückkehr aus Nepal wurde unser Country Director Nepal Hein Stahl, der sich zum Zeitpunkt des Erdbebens in Nepal befand, vom SWR interviewt. Der Beitrag erschien in der Landesschau aktuell Rheinland-Pfalz am 05.05.2015 um 19.30.



Link zum SWR: SWR Mediathek
weitere Sendungen: Hilfe im Katastrophengebiet und in Deutschland / SWR / Landesschau aktuell Rheinland-Pfalz / 05.05.2015, 18:00 Uhr


Endlich Internet
Ihr Lieben,

endlich funktioniert das Internet und ich kann Euch endlich Bilder senden. Inzwischen hat sich im Hospital die Lage entspannt. Bis Montag, zu meinem und Schidelkos (Anm. d. Red.: deutscher Arzt, nach dem Erdbeben angereist) Rückflug werden alle 70 Patienten, die wir am vergangenen Samstag und Sonntag aufgenommen haben, operiert sein. Nun schwärmen wir langsam aus um unsere Hilfe etwas entfernteren Gebieten anzubieten. Mal sehen. Der Regen hat endlich aufgehört und heute war richtig warmes und trockenes Wetter. Oben in den Bergen muss es aber immer noch schlimm aussehen. Wir nehmen nun auch wieder Patienten aus anderen Krankenhäusern auf. Können das aber gut steuern. Die Leute schlafen immer noch in Zelten außerhalb ihrer Häuser, der Schock sitzt noch zu tief.

Beim Abrufen meiner Emails seit 6 Tagen erkenne ich erst das ganze überwältigende Ausmaß der Hilfsbereitschaft von der wir gar nichts ahnten. Das gibt uns im Nachhinein Kraft und Mut und berührt uns zutiefst.

Ich danke allen für die Hilfe, die guten Wünsche, den Segen und Gebete. Wahrscheinlich hat uns das geholfen alle Herausforderungen zu meistern.

Danke aus Nepal,
Hein Stahl


April 2015


Situationsbericht Erdbeben Nepal 25.04.2015
Gestern Nachmittag, 25.04.2015, Uhrzeit weiß ich nicht genau, hat uns ein schweres Erdbeben überrascht. Das Hospital, alle stationären Patienten, unser diensthabendes Personal und alle Gäste sind völlig unbeschadet geblieben. Das Hospital hat noch nicht mal Risse, während um uns herum, besonders in Sankhu, die meisten älteren Häuser in einer großen Staubwolke zusammen fielen. In kürzester Zeit wurden fast 70, meist schwerverletzte Bewohner aus den umliegenden Dörfern angeliefert. Es waren meist Pickups der Polizei, die uns die Leute einfach vor die Tür legten. Nun haben wir ca. 30 Frakturen im Hospital und operieren seit heute Morgen um sechs. Ich habe gestern allein 5 Tote nach dramatischen Wiederbelebungsversuchen aus dem Aufwachraum gefahren. Wir arbeiteten bis zur Erschöpfung und auch das Material drohte auszugehen.

Als das Beben kam, war ich gerade in Kathmandu um neue Landkarten zu kaufen. Das Beben war ungeheuerlich, meine Beine versagten die ersten Sekunden ihren Dienst, alle schrieen, fielen vor mir mit Kindern auf dem Arm zu Boden, ich riss einige hoch und versuchte mich auf die Strasse zu retten. Dann holte ich den Jeep, wollte die gewohnte Strecke fahren, die aber durch umgestürzte Strommasten blockiert war. Gegen Vernunft und Instinkt fuhr ich in eine kleine Seitengasse als einzigen Ausweg, denn ich hatte nur einen Gedanken - ich muss zurück ins 15 km entfernte Hospital, denn ich ahnte, dass unser Nachbarort Sankhu mit den vielen alten Häusern in Trümmern liegen würde. Ich fuhr auf brutalste Weise über Schuttberge und herunterhängende Stromleitungen und habe es wie durch ein Wunder geschafft, heil aus Kathmandu heraus zu kommen.

Im Hospital wurde bereits auf Hochtouren gearbeitet. Alle Frei- und Grünflächen waren mit jammernden Leuten belegt. Unser diensthabendes nepalesisches Personal leistete zusammen mit unseren Gastmedizinern Großartiges, und ich war erfüllt von dem Bewusstsein, solch ein großartiges Hospitalprojekt mit geschaffen zu haben. Ich bin auch etwas stolz, dass unser Gemäuer so gut gehalten hat, denn wir haben zur Erdbebensicherheit mindestens einen bautechnischen Mehraufwand von 200 Tausend Euro betrieben. Seit 15 Jahren habe ich über dieses Szenario nachgedacht, und nun ist es leider eingetreten. In der ganzen Umgebung gibt es keinen Strom, und unser großer Generator läuft Tag und Nacht, und wir haben noch 8 Dieselfässer zum Nachtanken. Wir sind also voll funktionsfähig und wie eine Fluchtburg für ein Gebiet mit vielen tausend Menschen. Während ich diese Zeilen schreibe, wackelt es schon wieder, und ich muss gestehen, dass ich jetzt erst beginne Angst zu bekommen.

Wir bräuchten dringend Orthopäden, aber bis die hier sind, wird das Meiste weggeschafft sein. Wir verlegen jetzt auch einige Patienten ins Army-Hospital. Ich mag gar nicht durch die umliegenden Orte laufen. Man spricht von ca. 90 Toten allein in Sankhu. Ich hänge ein paar Bilder an diesen Bericht, die aber nicht entfernt die Situation wiedergeben, denn man hat in solch einem Moment Wichtigeres zu tun als zu fotografieren. Wieder wackelt es,- man kommt sich vor wie eine Ameise, die durch Urgewalten zerquetscht zu werden droht.

Soviel zur momentanen Situation in einem kleinen Hospital in Nepal. Macht Euch keine Sorgen, wir werden alles schaffen.

Hein Stahl


Januar 2015


Rekka kann wieder laufen
Rekka Shrestha ist heute 7 Jahre alt, aber im kindlichen Alter von 9 Monaten hat sie etwas Schreckliches erlebt. Rekka lebt in einer Großfamilie von 16 Personen in dem Dorf Dhunkharka. Ihre Mutter, die sich nicht gut um die Kinder kümmert, arbeitet auf dem Feld, und die Großmutter, die rührend die Kleinkinder betreut, muss schnell am Brunnen Wasser holen. Die kleine Rekka liegt auf dem Boden der Hütte und krabbelt unglücklicherweise rückwärts und kommt ins offene Feuer der Kochstelle und erleidet dabei schreckliche Verbrennungen an den Füßen.

Die Großmutter bringt das Kind in einen abgelegenen Gesundheitsposten, wo nur ein Verband angelegt und das Kind nach Hause entlassen wird. Auf Grund der mangelhaften hygienischen Verhältnisse entzünden sich die Verbrennungswunden, das Fehlen von geeignetem Verbandsmaterial lässt die Verletzung von Tag zu Tag schlimmer werden. Dann endlich kommt die Kleine ins Kanti-Hospital, wo jedoch keine Besserung eintritt und man die Füße amputieren will.

In einer Nacht-und-Nebel-Aktion holt die Großmutter das Kind aus dem Hospital nach Hause und behandelt die Verletzungen dort mit Naturheilmitteln. Nach etwa 6 Monaten sind die verbrannten Füße und die Schienbeine durch Narbenschrumpfungen miteinander verwachsen. Laufen ist für das kleine Mädchen unmöglich.

Als Rekka 5 Jahre alt ist, hört die Großmutter vom SKM-Hospital und bringt es dort hin, wo gerade Dr. Helmut Tassler hospitiert. Die Füße waren auf die Vorderseite der Unterschenkel geklappt und dort festgewachsen, die Füße wurden hochgezogen. Das Fußgelenk war völlig aus der Form geraten, was aber in diesem Alter noch reversibel ist. In mehreren Operationen wurden die Verwachsungen aufgetrennt, die Fußstellung erneuert und Sehnen und Strukturen korrigiert.

Nach 10 Operationen und unzähligen Verbandswechseln, nach wochenlanger Ruhestellung, dem Einsatz einer Spezialschiene und umfangreicher Krankengymnastik ist sie nun ein munteres, kleines, fröhliches Mädchen, das sich unglaublich freut, wieder alleine laufen zu können. Das verdankt sie ihrer lieben Großmutter.

Sicherlich werden noch Operationen zur endgültigen Korrektur und festes Schuhwerk nötig sein, aber das OP-Ergebnis ist fantastisch.


Dezember 2014


Der Bericht der Hospitalleitung über die Ereignisse des Jahres 2014
Auch 2014 war für SKM Hospital wieder sehr erfolgreich. Ausführlichere Informationen können dem Weihnachtsbrief entnommen werden, der Spendern und Freunden des Krankenhauses zugestellt wird.

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September 2014


Ein neues modernes Bronchoskop
Vor einigen Jahren war Monika Braun als Narkoseschwester-Volontärin im Hospital. Gerade in einer Klinik, in der Patienten, oft Kinder, mit schwersten Verbrennungsfolgen operiert werden, ist solch ein auch für Kinder geeignetes Bronchoskop oft Grundvoraussetzung für eine sichere Narkose. In Nepal werden weniger akut Verbrannte operiert, sondern mehrheitlich unbehandelte Patienten mit oft Jahre zurück liegenden schwersten Verbrennungen mit Vernarbungen und Kontrakturen, die nur unter größten Risiken intubiert werden können.

Monika Braun hat über ihren Mann Verbindung zu Martin Senn, dem Vertriebsleiter der Firma Escad Medical, dem sie die Notwendigkeit eines Kinderbronchoskops für das SKMH klargemacht hat. Daraufhin wurde im Herbst 2014 ein fast neues Vorführgerät von der Firma gespendet. Im Oktober brachte es die deutsche Krankenschwester Rennie Ramachandran mit nach Nepal ins Hospital. Sie konnte das nepalesische Personal in Handhabung, Reinigung und Pflege einweisen. Damit sind wir nun in der Lage, gerade bei Kindern mir schweren Verbrennungen im Halsbereich sichere Narkosen durchzuführen.

Wir bedanken uns bei der Firma Escad Medical und ihrem Vertriebsleiter Martin Senn ganz herzlich für diese großartige Hilfe.


August 2014


Stofftiere aus Holland für Kinder in Nepal
Elf Monate war das Arztehepaar Rutten aus Holland mit seinen 3 Kindern, 2 Söhnen und einer Tochter, im SKM-Hospital, um das nepalesische Ärzteteam fachlich zu unterstützen. Dr. Jan-Paul Rutten, Allgemeinchirurg, und seine Frau, Dr. Alice Rutten, Plastische Chirurgin, arbeiteten 11 Monate unentgeltlich im Hospital. Ihre drei Kinder, Doortje, Bram und Merel, wurden während dieser Zeit von den Eltern abwechselnd unterrichtet, sodass es nach der Rückkehr nach Holland keine schulischen Probleme gab. Als Dankeschön für ihre sicher unvergessliche Zeit in Nepal wurde von den Kindern an ihrer Schule eine Aktion gestartet, bei der Stofftiere gesammelt, gereinigt und für einen Transport nach Nepal vorbereitet wurden.

Eine große Zahl an Bären, Tigern, Löwen, Eseln und Schäfchen kam im November 2014 im Hospital an, und arme, kranke oder traurige nepalesische Kinder bekamen ihr eigenes Schmusetier.

Trudi Reske, die gerade im Hospital war, übernahm die Aufgabe, die Stofftiere gerecht zu verteilen. Sie konnte in viele glückliche Augen schauen.


Dezember 2013


Der Bericht der Hospitalleitung über die Ereignisse des Jahres 2013
Jedes Jahr möchte das INTERPLAST-Projekt Nepalhospital seine treuen Spender über die Vorkommnisse, Erfolge und besonderen Ereignisse des abgelaufenen Jahres in Kenntnis setzen. Mit diesem Ergebnisbericht sollen die besten Wünsche für das Weihnachtsfest und für das neue Jahr übermittelt werden. Der gesamte Umfang des weihnachtlichen Jahresberichtes kann als pdf heruntergeladen werden.

» Download "Weihnachtsbrief 2013"


Dezember 2012


Der Bericht der Hospitalleitung über die Ereignisse des Jahres 2012
Jedes Jahr möchte das INTERPLAST-Projekt Nepalhospital seine treuen Spender über die Vorkommnisse, Erfolge und besonderen Ereignisse des abgelaufenen Jahres in Kenntnis setzen. Mit diesem Ergebnisbericht sollen die besten Wünsche für das Weihnachtsfest und für das neue Jahr übermittelt werden. Der gesamte Umfang des weihnachtlichen Jahresberichtes kann als pdf heruntergeladen werden.

» Download "Weihnachtsbrief 2012"


Operations-Camp in Darchula an der Westgrenze zu Indien
Im Dezember 2012 startete ein 15-köpfiges OP-Team unter Leitung unseres stellvertretenden Direktors Dr. Santosh Bhandari und des erfahrenen Gastchirurgen Dr. Helmut Tassler mit der Anästhesistin Dr. Sabine Petzold in das 1100 km entfernte Darchula an der Westgrenze zu Indien. Dieser extrem weit entfernte Einsatzort wurde auf Drängen unserer Partnerorganisation "Handicap International" (HI) und in Kooperation mit GIZ (Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit) ausgewählt. Mit einem gemieteten Bus war das Team mit allem Material und Equipment volle 3 Tage mit je 12 Stunden Fahrzeit nur für die Anreise unterwegs. Der Andrang an Hilfsbedürftigen war überwältigend und ließ die Reisestrapazen schnell vergessen. In einem primitiven Distrikthospital entstand in wenigen Stunden ein brauchbarer Operationssaal mit 2 Tischen, in dem in den nächsten 3 Tagen 45 Operationen an ausgewählten Patienten durchgeführt wurden. Diese wurden aus den insgesamt 186 Fällen nach Schweregrad und Dringlichkeit ausgewählt. Die restlichen Patienten, vor allem die komplizierteren Fälle, wurden allerdings ins SKM-Hospital bestellt und werden dort in den nächsten Wochen unter beten medizinischen Verhältnissen operiert. Die Bedingungen vor Ort waren hingegen extrem: Morgens nur 6 Grad im OP, ständige Stromausfälle, nur eiskaltes Wasser, primitive Waschmöglichkeit für OP-Wäsche, schwache OP-Lampen, usw. Das Team leistete Großartiges, war an allen Tagen von morgens acht bis abends acht fast ohne Pause im OP und operierten ohne Zwischenfälle und Komplikationen. Danach ging es wieder in 3 Tagesetappen zurück ins SKM-Hospital, wo am 10.12. alle Teammitglieder zwar erschöpft, aber wohlbehalten und zufrieden zurück kehrten.

In dieses entlegene Tal war noch nie ein Plastischer Chirurg oder ein Orthopäde vorgedrungen. Die Patienten kamen teilweise in 4 Tagesmärschen zur Behandlung. Eigentlich alles unverständlich für uns, denn die unmittelbare Nähe zum wohlhabenderen Indien sollte eigentlich bessere Behandlungsmöglichkeiten vermuten lassen. Aber anscheinend findet dort nur minimale und teure grenzübergreifende medizinische Hilfe statt. Dieser Einsatz zeigt wiederum eindrucksvoll, wie richtig wir mit unserem Behandlungskonzept in Nepal liegen und wie wichtig unsere Hilfe ist.


Mai 2012


Spezialbehandlung einer schweren Beinverletzung
Der ca. 20 Jahre alte verletzte Patient wies am rechten Bein eine große Wunde auf, die stark infiziert war, hervorgerufen durch ein gewebezerstörendes Bakterium (nekrotisierende Fasciitis). Er war zunächst in einem anderen Hospital behandelt worden. Dort war das nekrotische Gewebe operativ entfernt worden. Hieraus resultierte ein erheblicher Wund-und Weichteildefekt. Daraufhin wurde der Patient in das SKMH verlegt. Hier wurde eine tiefreichende Wunde am Ober - und Unterschenkel mit Nekrose und starker Vereiterung diagnostiziert. In der Wunde lagen Gefäße, Nerven und auch der Knochen sichtbar offen.

Nach zwei Operationen zur Reinigung der Wunde wurde von dem anwesenden holländischen Chirurgen Jan-Paul Rutten ein Vakuum-Verfahren eingesetzt, das in der westlichen Welt als Standardverfahren in derartig gelagerten Fällen gilt. Von den nepalesischen Ärzten wird das Verfahren jedoch abgelehnt, da man keine positive Wirkung erwartete. Das System ist in Europa sehr teuer, hier in Nepal konnten nur örtlich zu beschaffende Komponenten benutzt werden. Dazu wurde Schaumstoff (im Sinne eines Schwamms) nach eingehender Sterilisation in die Wunde gelegt, der aus einer Decke gewonnen wurde. Durch ein einfaches Drainagerohr wurde mit Hilfe eines Absauggerätes aus dem Verbandsraum ein Unterdruck in der Schaumstoffbandage erzeugt. Für eine luftdichte Versiegelung des Systems sorgte eine normale Küchenfolie, die rund um das Bein gelegt wurde. Dieses einfache Vakuumsystem wurde zweimal pro Woche gewechselt und erneuert. Die Behandlung erstreckte sich über drei bis vier Wochen. Nachdem die Wunde sich so gereinigt und sich frisches Granulationsgewebe gebildet hatte, konnte der Defekt mit einer freien Hautttransplantation gedeckt werden.

Inzwischen ist der Patient in der Lage, im Hospitalgarten spazieren zu gehen. Nach diesem Erfolg wurde die "Vakuum-Methode" von den nepalesischen Ärzten auch bei anderen Patienten angewendet.


April 2012


Hautkrebs auf der Wange
Der hier vorgestellte Patient ist ein 60 Jahre alter Mann, der einen Hautkrebs auf der Wange im SKM-Hospital behandeln lassen wollte. Das Bild zeigt ihn nach der radikalen Resektion des Krebses, was jedoch einen unschönen Defekt auf der rechten Wange zurückließ. Zu dessen Beseitigung wurde eine sekundärplastische Deckung (nach histologischer Absicherung der Tumorfreiheit) mit einem Wangenrotationslappen vorgenommen. Dazu wurde der Wangenlappen bis zur unteren Ohrspitze gelöst und so weit gedreht, dass der Defekt völlig bedeckt wurde. Das Bild zeigt einen glücklichen Patienten 12 Tage nach der Operation.


März 2012


Beitrag des SKM-Hospitals im INTERRPLAST-Jahresbericht 2012
Zur Jahreshauptversammlung 2012 von INTERPLAST-Germany e. V. am 10./11. März 2012 wurde der Jahresbericht 2011(Nr. 26) verteilt. Auf den Seiten 45 bis 47 findet sich der Bericht von Hein Stahl über das INTERPLAST-Hospital in Nepal.

Der Inhalt dieses Berichtes soll hier kurz wiedergegeben werden:
Seit der Gründung des Projektes im Jahre 1996 hat es eine damals nicht für möglich gehaltene Entwicklung gegeben. Nach dem Aufbau des Hospitals zu einer anerkannten Einrichtung wurde die Leitung des Hospitals in nepalesische Hände gegeben. Dies hat zu großer Anerkennung durch nepalesische Regierungsstellen, aber auch zu wachsender Anerkennung als INGO geführt.

Dennoch bestehen große Probleme durch eine unbefriedigende Auslastung, verursacht durch eine wachsende Zahl medizinischer Einrichtungen in Kathmandu. Dieser Tatsache wird durch OP-Camps in entlegenen Teilen des Landes Rechnung getragen. Ein weiterer Grund für nachlassende Patientenzahlen mit Lippen-Kiefer-Gaumenspalten sind Werbeaktionen großer amerikanischer Organisationen, die zwar für die nepalesischen Operateure lukrativ sind, deren Ergebnisse aber häufig zu Sekundäroperationen im SKM-Hospital führen.

Ein weiteres Problem ist die Kostenexplosion aller Güter, von Löhnen, bei medizinischen Materialien und vor allen von Dieseltreibstoff, der bei den über 12-Stündigen Stromabschaltungen und damit notwendiger Eigenversorgung eingesetzt werden muss.

Trotz allem ist die Leistungsbilanz positiv:

- 1.192 Operationen (975 im Hospital, 217 in Camps),
- 2.980 große Verbandswechsel, davon 235 unter Anästhesie,
- 1.446 allgemeinmedizinische Behandlungen,
- 2.173 physiotherapeutische Behandlungen,
- 3.554 zahnmedizinische Behandlungen, davon 1.215 in Camps,
- 70% Bettenauslastung.

Mit einem Ausblick auf die Zukunft und dem Dank an Ärzte, Anästhesisten, Zahnärzte, Schwestern und viele Helfer schließt der überaus positive Bericht.


Januar 2012


OP-Camp in Bayalpata
Seit Bestehen des SKM-Hospitals werden durch Ärzte und Schwestern des Hospitals unter Mitwirkung deutscher Gastmediziner bei Mitnahme der erforderlichen Ausrüstung für Diagnose, Anästhesie und Chirurgie medizinische Camps in entlegenen Gebieten Nepals durchgeführt. Hier werden Untersuchungen an einer großen Zahl von Patienten vorgenommen, kleinere Operationen vor Ort durchgeführt und schwerere Fälle an das SKM-Hospital weitergeleitet. In der Regel wird der Transport aus den entlegenen Gebieten dorthin vom Hospital organisiert.

Ein solches Camp wurde vom 19. bis 28. November 2011 in Bayalpata, einem kleinen Dorf in der Provinz Achham im Westen Nepals durchgeführt. Die Anästhesistin Dr.Christine Bär-Benzing nahm mit ihrer Anästhesieschwester Doreen Bierey an diesem Camp teil und hat einen interessanten bebilderten Bericht geschrieben. Durch einen Klick hier gelangen Sie zu diesem Bericht.


Dezember 2011


Der Bericht der Hospitalleitung über die Ereignisse des Jahres 2011
Jedes Jahr möchte das INTERPLAST-Projekt Nepalhospital seine treuen Spender über die Vorkommnisse, Erfolge und besonderen Ereignisse des abgelaufenen Jahres in Kenntnis setzen. Mit diesem Ergebnisbericht sollen die besten Wünsche für das Weihnachtsfest und für das neue Jahr übermittelt werden. Der gesamte Umfang des weihnachtlichen Jahresberichtes kann als pdf heruntergeladen werden.

» Download "Weihnachtsbrief 2011"


November 2011


Nach vielen Jahren mit Lippenspalte jetzt endlich operiert
Auch ältere Menschen zählen zu den Patienten des SKM-Hospitals. Ein 50-jähriger Mann aus einem kleinen Dorf, der sein ganzes bisheriges Leben durch eine breite Lippenspalte entstellt war, wurde nun von seiner Tochter ins Hospital gebracht. Sie hatte davon gehört, dass dort Menschen mit Lippen-Kiefer-Gaumenspalten von erfahrenen deutschen Chirurgen operiert werden. Die Bilder, eines vor der OP, die beiden anderen unmittelbar nach dem Ziehen der Fäden, zeigen, dass er mit seiner Tochter den richtigen Weg gewählt hat. In ein paar Wochen wird man nur noch schwer seine damalige Fehlbildung erkennen können.


Oktober 2011


Neue Hilfsanlagen im Hospital
Eine Aktion des Rotary-Clubs Mönchengladbach, der unser Hospital schon seit mehr als 10 Jahren finanziell und personell unterstützt, ermöglichte es, drei wichtige Installationsmaßnahmen durchzuführen.

Durch die ständigen Stromabschaltungen des öffentlichen Netzes, die teilweise bis zu 14 Stunden am Tag dauern, ist ein Betrieb des Hospitals und der Operationssäle nur mit Hilfe einer Notstromversorgung möglich. Durch die fast ständige Nutzung war der alte Notstromgenerator nahezu verschlissen. Die Rotary-Spende ermöglichte die Anschaffung eines neuen Achtzylinder-Diesels mit Generator. Seit seiner Inbetriebnahme im Mai diesen Jahres ist er in der ersten 3 Monaten schon 280 Stunden im Einsatz. Dies zeigt überdeutlich, wie wichtig und notwendig diese Beschaffung war. Zu unserer eigenen Überraschung liegt der stündliche Dieselverbrauch unter 5 Liter, was für ein 60 kW-Aggregat sehr wenig ist und hilft, die laufenden Betriebskosten zu senken.

Zur Warmwasserversorgung und Heizungsunterstützung konnte eine Thermosolaranlage angeschafft werden die sehr effektiv ist und hilft, in den kommenden kalten Monaten deutlich Strom zu sparen. Die Anlage verursacht keine Betriebskosten.

Der bei der Aktion ebenfalls projektierte medizinische Kompressor zur Verbesserung der Gasversorgung in den Operationssälen und den Aufwachräumen wurde inzwischen von der Herstellerfirma kostenlos erneuert. Die zur Installation notwendigen weiteren Komponenten dieses Versorgungssystems konnten beschafft werden, sodass das Leitungssystem bis an die Op-Tische und die Betten in den Aufwachräumen fertiggestellt werden kann. Damit entfällt die umständliche Versorgung der Patienten mit Flaschensauerstoff am Bett, was auch immer ein Hygieneproblem mit sich brachte.


September 2011


Dres. Marlene und Hubertus Tilkorn im SKM-Hospital
Von seinen über 45 medizinischen Auslandseinsätzen für INTERPLAST hat Dr. Tilkorn mehr als 10 in Nepal absolviert, so wie auch im August 2011, als er über 3 Wochen lang zahlreiche Verbrennungsfälle und andere Unfallfolgen chirurgisch behandelte. Um derartige schwerwiegende Verbrennungsfälle zu vermeiden, werden als vorbeugende Maßnahme die offenen Feuerstellen durch geschlossene Lehmöfen (siehe Beitrag Dezember 2009) ersetzt.

Neben den häufigen Verbrennungen an den offenen Feuerstellen mehren sich aktuell die Unfälle durch elektrischen Strom, da die Stromkabel vielfach unsachgemäß verlegt wurden und oft Stromschläge bei dem Versuch auftreten, Strom aus den Versorgungsleitungen zu entwenden.

Dr. Hubertus Tilkorn wird stets von seiner Ehefrau, Dr. Marlene Tilkorn, begleitet, die vielfältige medizinische und insbesondere soziale Hilfe bei den Langzeitpatienten des SKM-Hospitals leistet.


August 2011


Beim Holzsammeln vom Bären angegriffen
Ein in den Bergen beheimateter Nepali namens Man Bahadur Khtari war vor 27 Jahren im Wald unterwegs, um das nötige Brennholz für das Feuer in seiner Hütte zu sammeln. Plötzlich wurde er von einem Bären von Hinten attackiert und dabei so verletzt, dass er Nase und Oberlippe komplett eingebüßt hatte. In seinem Dorf gab es keine medizinische Hilfe; 3 Monate dauerte es, bis die Wunden notdürftig verheilt waren. Im Sommer 2011 kam er ins SKM-Hospital. Dort wurde im Juni/Juli seine Oberlippe durch Dr. Jaswan und Dr. Santosh erfolgreich operativ wieder hergestellt. Beim Einsatz von Dr. Tilkorn im SKMH wurden alle Vorbereitungen getroffen, um seine Nase durch eine Epithese, ein künstliches Gesichtsteil, zu ersetzen. Dann wird er sich wieder unter Menschen wagen können.


Juni 2011


Jayarti Tamang wird schon 7 Jahre behandelt
Im Jahre 2004 kam Jayarti, damals 9 Jahre alt, zum ersten Mal ins SKM-Hospital und musste wegen schwerster Verbrennungen im Gesicht, an Brust und Händen operiert werden. Ihre Eltern wohnten weit vom Krankenhaus entfernt in den Bergen und konnten sich nicht um sie kümmern. Sie musste in den folgenden Jahren viele Male im Hospital operiert werden . In der Zwischenzeit lebte sie sehr ärmlichen Verhältnissen bei einer Familie im naheliegenden Dorf und kam täglich zum Verbandswechsel, zur Krankengymnastik und ging zum Schulunterricht. Jayarti lernte mit ihren verkrüppelten Händen, an denen alle Finger fehlten, zu schreiben und wurde eine fleißige Schülerin. Sie ist jetzt 16 Jahre alt und lebt mit einer anderen Patientin, Padan, im nächsten Dorf und besucht inzwischen die 9. Klasse der Dorfschule. Sie weiß, dass sie fleißig lernen muss, um eine Chance zu haben für ein selbständiges Leben.

Zusammen mit Frau Dr. Tilkorn besuchte sie ihren Bruder, der Lama (Mönch) im Tibetischen Kloster am Fuß des Swayambhunath ist.


Januar 2011


Vier nepalesische Ärzte unterstützen den medizinischen Direktor Dr. Jaswan Shakya
Nach der Ernennung von Dr. Jaswan Shakya (Facharzt für Chirurgie mit Weiterbildung zum Plastischen Chirurgen) zum medizinischen Direktor des SKM-Hospitals im Herbst 2009 ist es besonders wichtig, weitere nepalesische Ärztinnen und Ärzte so gut in plastischer Chirurgie auszubilden, dass sie verantwortungsvolle Aufgaben im Hospital übernehmen können. Anderenfalls wäre es nicht möglich, über 1000 Operationen im Jahr durchzuführen. Sie sind eine wichtige Voraussetzung dafür, das Hospital zukunftsfähig zu machen und die Nachhaltigkeit des Projektes zu erreichen. Zur Zeit arbeiten vier nepalesische Chirurgen als Assistenzärzte im Hospital.

Dr. Santosh Bikram Bhandari ist 32 Jahre alt. Er hat in China Medizin studiert und dort auch seine Facharztprüfung abgelegt. Vor seinem Eintritt ins SKMH im November 2009 hat er am Bir Hospital in Kathmandu gearbeitet. Unter der Anleitung deutscher Gastchirurgen hat er bereits anspruchsvolle Operationen durchgeführt und sich zu einem erfolgversprechenden Hoffnungsträger entwickelt. Dr. Santosh ist verheiratet und hat eine Tochter.

Die Ärztin Dr. Rojina Shilpakar ist 26 Jahre alt und noch zu haben. Sie hat ihr Medizinstudium in Bangladesh absolviert und vor ihrem Eintritt ins SKMH im Oktober 2010 im KIST Medical College und im Bir Hospital in Kathmandu gearbeitet. Sie ist im Operationssaal, in der Notaufnahme und auf der Krankenstation tätig.

Dr. Manohar Kumar Yadav ist 28, hat in Kathmandu studiert und ist nach seinem Studium im Oktober 2008 zum SKMH gekommen. Unsere Mund-Kiefer-Gastchirurgen führen ihn an das Fachgebiet der Operation von Lippen-Kiefer-Gaumenspalten heran. Er arbeitet im OP und auf der Krankenstation und ist noch nicht verheiratet.

Auf dem linken Bild sind (v. l.) Dr. Rojina, Dr. Manohar und Dr. Santosh abgebildet.

Der Chirurg Dr. Sawant Raut hat in Kathmandu studiert und gehört seit Oktober 2008 zum SKMH, wo er im Operationssaal, in der Notaufnahme und auf der Krankenstation tätig ist. Er ist 27 Jahre alt und ledig.

Dr. Sawant ist auf dem rechten Bild (Mitte) zusammen mit Dr. Rojina und Dr. Santosh bei der Behandlung eines kleinen Patienten abgebildet.

Es mag vielleicht verwundern, dass viele nepalesische Ärzte ihre Ausbildung in China, Bangladesch oder auch in Indien oder Russland gemacht haben. Der Grund liegt in den extrem hohen Studienkosten in Nepal, die einen Grundbetrag für die Universität sowie umfangreiche Semestergebühren erfordern und nur in seltenen Fällen von den Studierenden aufzubringen sind.


Dezember 2010


Unser Bericht über die Ereignisse des Jahres 2010
Wie in jedem Jahr möchte das INTERPLAST-Projekt Nepalhospital seine treuen Spender über die Ereignisse des vergangenen Jahres informieren. Damit sollen die besten Wünsche für Weihnachten und das neue Jahr verbunden sein. Der gesamte Umfang des Weihnachtsbriefes kann als pdf heruntergeladen werden.

» Download "Weihnachtsbrief 2010"


Medienpreis Entwicklungspolitik für INTERPLAST-Hospital in Nepal
Am 1. Dezember 2010 wurde vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung der Medienpreis Entwicklungspolitik 2010 im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung in Berlin verliehen. Der Preis zeichnet journalistische Beiträge aus, die durch außergewöhnliche Qualität das öffentliche Bewusstsein für die Entwicklungspolitik schärfen.
In der Katergorie TV wurde der SWR-Film "Die Himalaya -Klinik - Chirurgen als Entwicklungshelfer" über das langjährige INTERPLAST-Projekt in Nepal mit dem Medienpreis ausgezeichnet. Der Journalist und Filmautor Edgar Verheyen nahm die Auszeichnung aus den Händen von Bundes-Entwicklungsminister Dirk Niebel entgegen. Die Jury lobte den Film und bewertete das INTERPLAST-Hopsital für Verbrennungsopfer als ein wichtiges und vielseitiges Projekt. Dank eines spannenden Filmaufbaus, abwechslungsreicher Bilder und interessanter Interviews würde stets ein excellenter Spannungsbogen erhalten, der den Zuschauer fesselt und von der beeindruckenden Entwicklungsarbeit überzeugt. Dr. André Borsche und SWR Chefredakteur Fritz Frey waren sich zusammen mit Dirk Niebel einig, daß durch solche Medienbeiträge die Bedeutung der Entwicklungspolitik den Zuschauern nahe gebracht und ein unverzichtbarer Beitrag geleistet wird, Freiheit und Verantwortung weltweit und damit gerade auch in den Entwicklungsländern zu stärken. Die Freude über diese Auszeichnung ist gleichzeitig ein Ansprorn und eine Anerkennung für die vielfätigen ehrenamtlichen Aktivitäten von INTERPLAST und ein Dank an die Förderer und Sympathisanten. Gerade in Nepal sind Verbrennungen an der Tagesordnung, denn fast jeder Haushalt kocht und heizt dort mit offenem Feuer. Meistens erleiden Kinder schwere Brandverletzungen, für die es in Nepal keine adäquate medizinische Behandlung gibt, es sei denn sie haben die Chance, in der von INTERPLAST vor 13 Jahren gegründeten Klinik behandelt zu werden. Mittlerweile arbeiten hier von Deutschen ausgebildete nepalesische Ärzte in eigener Regie und werden aber immer noch von INTERPLAST Kollegen betreut. Angestrebtes Endziel ist es die Übernahme des Gesamtprojektes in nepalesische Hände zu ermöglichen. Für den deutschen Projektleiter Hein Stahl aus Hennef, der gerade wieder selber in Nepal tatkräftig im Einsatz ist, und Dr. André Borsche gilt es, in den nächsten 4 Jahren dafür zu sorgen, daß die Hilfe zur Selbsthilfe in Nepal längerfristig Wirklichkeit wird.

Foto: André Borsche (links) freut sich gemeinsam mit Edgar Verheyen (rechts) über den Medienpreis Entwicklungspolitik 2010 für dessen SWR-Film über das INTERPLAST-Hospital in Nepal, überreicht von Bundes-Entwicklungshilfeminister Dirk Niebel

Ein Jahr Leitung des SKM-Hospitals durch einen nepalesischen Direktor
Am 2.12.2010 fand in Kathmandu eine kleine Jubiläumsfeier anlässlich der einjahrigen Übernahme der Leitung des Hospitals durch Dr, Jaswan Shakya statt. Willkommener Gast war die stellvertretende nepalesische Ministerpräsidentin Sujata Koirala, Tochter der Namensgeberin, die von weiteren hochrangigen Regierungsvertretern begleitet wurde. Unter Beteiligung der gesamten Belegschaft und der gerade anwesenden Gastmediziner Dr. Helmut Tassler und Frau Dr. Christa Baczka aus Deutschland wurde den nepalesischen Gästen in einer eindrucksvollen Präsentation die Leistungsfähigkeit und die grosse Bedeutung des Hospitals für das nepalesische Gesundheitssystem dargestellt. Der Repräsentant von Interplast Germany, Hein Stahl, unterstrich die Notwendigkeit, das Hospital noch besser als bisher in das nepalesische Gesundheitssystem zu integrieren, und versicherte das Bemühen von Interplast Germany, diesen Prozess in den nächsten 5 Jahren aktiv mitzugestalten. Die Minister des Gesundheits- und Finanzministeriums sowie der Vertreter des zuständigen Social Welfare Council zeigten sich beeindruckt. Und so wurden weiter Konsultationen vereinbahrt, um diesen wichtigen Prozess voranzutreiben, um letztlich das Hospital zukunftsfähig zu machen. Dies war sicher ein erster wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem Lehrkrankenhaus für Plastische Chirurgie in Nepal.

In der Bilderfolge (v. l.) begrüßt Hein Stahl die stellvertretende Ministerpräsidentin bei Ihrer Ankuinft und stellt Dr. Tassler und den medizinische Direktor, Dr. Jaswan Shakya, vor. Dr. Jaswan bei seiner Präsentation. Die Ministerin würdigt die Erfolge des Hospitals im vergangenen Jahr. Im Anschluss an den offiziellen Teil werden die Ergebnisse mit der Regierungsdelegation diskutiert.


Seotember 2010


Munas Geschichte
Dies ist die Krankengeschichte von Muna, einer 24 jährigen jungen Frau aus Sindhupalchok, einem Dorf im mittleren Osten Nepals, wo sie in einer armen Familie mit Mutter und Vater lebte. Sie kam am 12. September 2005 ins SKM-Hospital mit einer angeborenen großen Gefäßanomalie im Gesicht und auf dem Oberkörper. Dr. Jaswan Shakya, der medizinische Direktor des SKMH, und Dr. Hubertus Tilkorn, ein deutscher Gastchirurg mit zahlreichen Einsätzen im Hospital, operierten sie.

Vier Monate nach der Operation waren die Narben fast verheilt.

Inzwischen ist sie seit zwei Jahren verheiratet. Ihr Mann ist Taxi-Fahrer, und beide haben einen 20 Monate alten kleinen Sohn. Sie betreibt zur Zeit einen kleinen Tee-Verkaufsstand in einer Straße der alten Königsstadt Patan.

Das letzte Bild zeigt sie 4 Jahre nach ihrer Operation im SKM-Hospital.

» Download "Munas Geschichte mit Bildern (500 KB)"


März 2010


12 Jahre Einsatz für das INTERPLAST-Hospital in Nepal - Ehrenmitgliedschaft für Christa Drigalla
Wer ahnte damals 1997, welchen Glücksgriff Gottfried Lemperle tätigte, als er Christa Drigalla, die Pflegedienstleiterin des Diakoniekrankenhauses Freiburg, als Managerin und Oberin für das Nepalhospital gewinnen konnte. Christa hatte sich schon bei früheren Reisen in das Land Nepal verliebt und wusste bei ihrer ersten Ankunft spontan: Das ist mein Land! So war es eine glückliche Fügung, ihre und unsere Interessen in Einklang zu bringen, und damit eine wichtige Voraussetzung für das Funktionieren eines damals für INTERPLAST noch atypischen Dauerprojektes.

Dem Fernweh nachgebend verbrachte sie die Silvesternacht 1997/98 im Flugzeug nach Nepal, zog unerschrocken in eine Baustelle ein, die mal ihr Wohnhaus im Hospital werden sollte, und begann in feuchtkalten Januartagen ohne Heizung ihren Dienst im Hospital. Vom ersten Tag an war ihre professionelle Vorgehensweise überzeugend und strahlte auch bei den Nepali Respekt und Vertrauen aus. Sie war aber auch seit diesen Gründungstagen die eigentliche Seele des Projektes gewesen. Es trug von Anfang an ihre ganz persönlichen Züge mit dem Schwerpunkt in sozialer Gerechtigkeit und Hilfe für die Schwachen. Allein die Auflistung ihrer vielfältigen Tätigkeiten lässt uns erstaunen, was alles Dank ihrer Ideen und ihrem unendlichen Tatendrang in vielen zusätzlichen Aktivitäten in Nepal Wirklichkeit wurde.

Beim Leben und Arbeiten im Hospital hat der Tag wirklich 24 Stunden und die Woche sieben Tage. Immer präsent sein, sich um alles kümmern müssen und dabei in Wesen und Gemütsverfassung halbwegs konstant bleiben, erfordert eine in sich ruhende und absolut gefestigte Persönlichkeit, die nicht oft zu finden ist. Sicher hat sie auch immer wieder Kraft im Gebet geschöpft.

Während ihrer 12-jährigen Tätigkeit im Hospital hat sie mit Dieter Pape (Febr. 98 - Sept. 99), Andreas Settje (Sept. 99 - März 08) und Robert Schachinger (Sept. 08 - Okt. 09) drei Hospitalchefs erlebt, wie sie unterschiedlicher kaum sein konnten. Dabei hat sie stets versucht, sich auf Veränderungen einzustellen ohne ihre eigenen Prinzipien zu verlassen. Dies war sicher nicht immer einfach, und dass es letztlich doch immer gelang, ist ein Indiz für ihre herausragende Persönlichkeit. Sie lebte mit Zielstrebigkeit und Strenge, um auch Freiraum für ihr humanitäres und auf sozialen Ausgleich bedachtes Engagement zu gewinnen. So hat sie wirkliche medizinische Basisversorgung in Form eines gut funktionierenden Healthpost außerhalb des Hospitals geschaffen und mit dem landesweiten Bau rauchfreier Öfen in ländlichen Küchen eine vielbeachtete Initiative ins Leben gerufen, die zum Selbstläufer geworden ist und als medizinische Präventivmaßnahme absoluten Vorbildcharakter hat.

In den 12 Jahren waren über 300 Gäste als Volontäre im Hospital. Teams und Einzelpersonen, Chirurgen, Anästhesisten, Zahnärzte, Schwestern und Pfleger, Physiotherapeuten, Techniker und sonstige engagierte Helfer, Studenten oder einfach nur Gäste. Fast alle wurden von ihr persönlich nach oft langen Wartezeiten wegen Verspätungen vom Flughafen abgeholt, im Hospital liebevoll empfangen und einquartiert. Alle Gäste des Hospitals sagen für ihre großartige Gastfreundschaft herzlichst danke.

INTERPLAST war für sie lange Zeit eher ein abstraktes Gebilde, das zwar für sie und das Hospital die finanzielle und technische Absicherung darstellte, ihr aber bei der Bewältigung des Tagesgeschäfts und den Unwägbarkeiten der politischen Instabilität Nepals keine wesentliche Stütze war. Diese strukturelle Lücke hat sie in all den Jahren klaglos und tapfer kompensiert, um ihr eigentliches Anliegen weiter verwirklichen zu können, den unzähligen sozial benachteiligten Menschen zu helfen. Hierfür sind wir ihr zu großem Dank verpflichtet und wollen dies durch Verleihung der Ehrenmitgliedschaft von INTERPLAST zum Ausdruck bringen. Ihr Wirken hat das SKM-Hospital zur Blüte gebracht und damit einer enorm großen Zahl an armen Patienten eine medizinischen Behandlung ermöglicht.

Liebe Christa, es ist absolut legitim und zu akzeptieren, wenn Du nun nach so vielen Jahren nochmal eine neue Herausforderung suchst. Der Verein INTERPLAST sowie alle, die Dich irgendwann im Hospital kennenlernen durften, danken Dir von ganzem Herzen und wünschen Dir in einem neuen Projekt Erfüllung, Kraft und Gottes Segen.

Mit Hein Stahl, der diese Laudatio für das INTERPLAST-Symposium am 6. März 2010 verfasste, danken und gratulieren alle, die Christa Drigalla in Nepal erlebt haben.


Dezember 2009


Besuch der Aussenministerin im Hospital
Frau Sujata Koirala, die neue Außenministerin Nepals und Tochter der vor 20 Jahren tödlich verletzten Sushma Koirala, nach der auch unser Hospital benannt ist, besuchte ganz überraschend mit umfangreicher Begleitung das Hospital. Sie wollte sich über die Situation und die Operationstätigkeit ein aktuelles Bild machen. Dies darf sicherlich als besondere Geste der Anerkennung der dort von allen geleisteten Arbeit verstanden werden. Sie überreichte dem Hospital eine große Vase und dem Interplast-Projektleiter Hein Stahl einen silbernen Becher. Nach einem Rundgang rundeten Gespräche mit der Hospitalleitung, der Belegschaft und dem gerade als Gastchirurg anwesenden deutschen Arzt Dr. Helmut Tassler den hohen Besuch ab. Der Stolz und die Freude aller Beschäftigten wirkte noch lange nach.


Zusätzliche Wasserversorgung
Die noch nie gekannte Trockenheit in der ersten Jahreshälfte 2009 zwang das Hospital nicht nur dazu, einen zusätzlichen Tiefbrunnen auf dem Hospitalgelände zu errichten, sondern auch nach einer längerfristigen und leistungsfähigen Verbesserung der Wasserversorgung von außen zu suchen. Das angrenzende Dorf Salambutar war ebenso von der anhaltenden Trockenheit betroffen, und so entstand der Plan einer Kooperation zwischen dem Dorf und dem Hospital mit dem Ziel, eine weitere Quelle in dem Waldgebiet auf der dem Hospital gegenüberliegenden Seite des Flusstals zu erschließen. Es galt, zwei Brunnenschächte mitten im Wald zu errichten und ca. 500 m Wasserleitung an sehr schwierigen Steilhängen zu verlegen. Das Hospital erklärte sich bereit, die Planungsarbeit und die Bauleitung zu übernehmen sowie die Materialkosten zu tragen, während das Dorf die gesamte Arbeitsleistung zu vollbringen hatte.

Nach nur 3 Wochen war das Werk vollbracht. Mit einem freudigen "Wasserfest" wurde an Ort und Stelle die neue Leitung unter der Beteiligung des gesamten Dorfes in Betrieb genommen. Hein Stahl erhielt als Bauleiter und Vertreter des Hospitals von der Dorfbevölkerung in einem kleinen feierlichen Akt eine Dankurkunde überreicht. Insgesamt ein schönes Beispiel einer gelungenen entwicklungspolitischen Zusammenarbeit zum Nutzen beider Seiten und zur Festigung des guten Verhältnisses mit dem Dorf.


Ofenprojekt
Besonders in den ländlichen Gegenden Nepals bildet die Küche mit offener Feuerstelle den Lebensmittelpunkt in jedem Haus. Wegen der Wärme findet zumindest in der kalten Jahreszeit das Familienleben rund um die Kochstelle statt. Kleinkinder werden zum Schlafen in die Nähe des Feuers gelegt und sind damit erhöhter Gefahr der Verbrennung oder Verbrühung ausgesetzt. An den sogenannten "modernen" Kerosinkochern kommt es häufig zu Verpuffungen, die meist bei den Frauen schreckliche Verbrennungen unterschiedlichen Grades zur Folge haben. Die Stoffe der Saris fangen schnell Feuer und brennen wie Zunder. Kinder stürzen beim Spielen hinein und ziehen sich großflächige Brandwunden zu. Bei ausbleibender sachgerechter Versorgung der Wunden resultieren daraus schwere Narbenschrumpfungen mit ausgeprägten Narbenwucherungen. Diese führen in der Regel zu gravierenden Entstellungen, zu Wachstumsstörungen und erheblichen Bewegungseinschränkungen.

Da Kamine unbekannt sind, verursacht der Rauch dieser Feuerstellen entzündliche Atemwegs- und Lungenerkrankungen, die oft ein Leben lang anhalten und der Grund für die "laufenden Nasen" und den Husten fast aller Kinder sind. Chronische Augenentzündungen führen zu dauerhaften Erkrankungen.

Die Lösung ist eine Ummauerung der Feuerstelle mit selbst hergestellten Lehmsteinen, wobei die Öffnungen für den Kesseleinsatz an die Kesselgröße der Familie angepasst werden. Ein kleiner gemauerter Kamin leitet die Abgase und den Rauch nach außen. Dadurch wird die Küche annähernd rauchfrei, die Töpfe stehen sicher in den angepassten Herdmulden und der Holzverbrauch wird auf fast die Hälfte reduziert. Solch ein rauchfreier Ofen kostet incl. Material und Arbeitslohn für den Ofenbauer um die 8 Euro! Durch die Initiative von Christa Drigalla, der langjährigen Oberin und Managerin des Hospitals, wurden Ofenbauer gefunden, die unter Mithilfe der Hausherren mit geeignetem Material Ofen und Ofenrohr erstellen. Innerhalb eines Tages kann eine solche Arbeit erledigt werden. Inzwischen konnten über 1500 öfen in vielen Dörfern landesweit erstellt werden.

Nach dem Weggang von Christa Drigalla hat sich das SKMH entschlossen, dieses Projekt in das allgemeine Gesundheitsprogramm des Hospitals mit aufzunehmen. Die Idee ist, es erst gar nicht zu Verbrennungen kommen zu lassen, um damit das Problem an der Wurzel zu packen. Spenden mit dem Hinweis "Öfen" können auf das normale Spendenkonto für das Hospital überwiesen werden und werden in vollem Umfang für das Ofenprojekt zielgerichtet eingesetzt.


November 2009


Übergabe der Leitung an Dr. Jaswan Shakya
Anfang November 2009 hat das SKM-Hospital einen bedeutsamen Schritt der Übertragung von Verantwortung an nepalesisches Personal vollzogen. Der nepalesische Arzt, Dr. Jaswan Shakya, der schon seit 2005 erfolgreich im Hospital arbeitet, wurde mit der Medizinischen Leitung betraut. Ihm wurde vom scheidenden Medizinischen Direktor, dem österreichischen Plastischen Chirurgen Dr. Robert Schachinger, der symbolische Hospitalschlüssel überreicht. Dies geschah in feierlichem Rahmen im Beisein des INTERPLAST-Projektleiters Hein Stahl sowie des Repräsentanten der nepalesischen Partnerorganisation SKM-Trust, Mr. Hari Dhungana, sowie der gesamten nepalesischen Belegschaft und der anwesenden Gastmediziner. Alle beglückwünschten Ihn zu seiner neuen verantwortungsvollen Aufgabe und wünschten ihm für die bevorstehende Tätigkeit alles Gute und eine glückliche Hand.


Wahl einer Personalvertretung
Am 02. November wurde im SKM-Hospital erstmalig eine Personalvertretung gewählt. Bestärkt durch die demokratische Entwicklung im Lande sowie motiviert durch die Kommunistische Partei, die in der benachbarten Stadt Sankhu besonders aktiv ist, hatte ein Teil der Belegschaft seit Juni die Gründung einer eigenen Gewerkschaft (Union) im Hospital gefordert. Das elementare Grundprinzip von INTERPLAST, stets strikte politische Neutralität zu wahren, stand dazu im Widerspruch, und so einigte man sich auch unter Berücksichtigung der nepalesischen Gesetzeslage auf eine freie und geheime Wahl einer Personalvertretung für die gesamte Belegschaft. Diese verpflichtete sich sowohl die Interessen der Einzelnen als auch die Interessen des Hospitals zum Wohle der Patienten gleichermaßen zu vertreten. Hein Stahl wurde zum Wahlleiter bestimmt, und Dr. Jeswan Shakya assistierte zusammen mit Trudi Reske als Beobachter und Helfer. Es war eine Lehrstunde für demokratische Entscheidungsfindung, und am Ende waren nicht nur die 7 Personalräte recht stolz. Renulal vom Labor erhielt die meisten Stimmen und wurde zum Vorsitzenden ernannt. Vertreter der ärzte und Schwestern, der Zahnstation, der Fahrer und des Reinigungspersonals sind nun Mitglieder im Personalrat mit einer Amtszeit von 2 Jahren.

Inzwischen wurde die erste Sitzung abgehalten, welche sehr konstruktiv und in guter Atmosphäre verlief. Es ist zu hoffen, dass alle zum Wohl des Hospitals und der Patienten ihr Bestes tun und dass die Zusammenarbeit zwischen Leitung und Mitarbeitern sich durch die Institution Personalrat noch verbessert.


Oktober 2009


Abschied von Christa Drigalla
Am 28.10.2009 mussten sich die Mitarbeiter des SKM-Hospitals von den bisher wichtigsten Führungspersonen verabschieden.

Seit den Gründungstagen des INTERPLAST-Krankenhauses ist Christa Drigalla die Seele des Projektes gewesen. Schon 1997 hatte sie zusammen mit Prof. Dr. Dr. Dieter Pape im alten Gebäude und seinem einfachen OP mit der Behandlung von Nepalesen mit angeborenen oder erlittenen Gesichtsdefekten begonnen. Als Oberin des Diakonie-Krankenhauses Freiburg brachte sie alle fachlichen und vor allem menschlichen und sozialen Fähigkeiten mit, um das Krankenhaus unter den noch recht primitiven Verhältnissen zu betreiben. Schnell konnte sie Verbesserungen erzielen und mit Spenden und Sachleistungen aus Deutschland die Qualität des Hospitals bemerkenswert erhöhen. Stets war sie mit Rat und Tat zur Stelle. Den Umbau des Hospitals unter Dr. Settje und Hein Stahl unterstützte sie in allen Bereichen, sorgte für die korrekte Finanzabwicklung und hielt den Kontakt zu der finanzierenden Spendenorganisation INTERPLAST. Nebenbei half sie bei vielen sozialen Aktivitäten - hier sind vor allem die Kaminbau-Aktion, Hygieneerziehung, die Schaffung von Health Posts und die Einrichtung von Nähschulen zu nennen. Sie half in vorderster Linie, den neuen Hospitalchef, Dr. Robert Schachinger, vor einem Jahr in sein neues Amt einzuführen.

Christa Drigalla verläßt das Hospital, aber nicht den Subkontinent. Im indischen Darjeeling wird sie ein neues Projekt zur Hilfe für arme Menschen übernehmen. Alle Beteiligten und Freunde des Hospitals bedauern ihren Weggang, danken ihr für ihren selbstlosen Einsatz und wünschen ihr für ihren neuen Lebensabschnitt viel Glück und für ihre neue Aufgabe viel Erfolg .


August 2008


Syndaktylie
Einzelne zusammengewachsene Finger (Syndaktylie) sind bei Menschen in Nepal häufig anzutreffen. Eine Besonderheit stellt dennoch der Fall einer Familie moslemischen Glaubens aus Südnepal dar, deren 8-jähriger Sohn Adil Mansur (Bildmitte) und die beiden Töchter Sirisha Khadka (4, rechts im Bild) und Sairule Khatoon(10, links im Bild) alle diese Missbildung hatten, teilweise begleitet von Fehlstellungen der Finger. Eltern und Großeltern besaßen normal ausgebildete Hände. Bei der Operation konnten die einzelnen Finger erfolgreich getrennt werden, so dass die Kinder Ihre Hände nun wie andere Kinder gebrauchen können.


Juli 2008


Zwischen Aufnahme und Entlassung der 4 jährigen Armara liegen 10 Monate und sechs , z.T. massive operative Eingriffe. Das kleine Mädchen hat sich von einem in sich gekehrten schwerst behinderten Menschen zu unserem Hospital-Sonnenschein entwickelt. Sie erlitt als Baby schwerste Verbrennungen, als sie in das offene Herdfeuer im elterlichen Bauernhaus fiel. Behandlung war in ihrem Dorf nur mit "herbal medicine" (Kräutern) möglich gewesen. Der Vater, der die Kleine die ganze Zeit begleitete, hatte gar nicht mehr geglaubt, dass eine Korrektur ihrer entstellenden Narben möglich sei, und eigentlich die Hoffnung aufgegeben. Außenmitarbeiter der Organisation Handicap International (HI) hatten das Mädchen in dem entlegenen Dorf im entfernten Westen Nepals entdeckt und ins SKM-Hospital gebracht. Nun konnte es erst mal wieder zur Familie in ihr Dorf zurückkehren. Es werden jedoch noch weitere Behandlungen folgen.
In diesen Tagen wurde auch der neue Kooperationsvertrag mit HI unterzeichnet, durch den für dieses Jahr 150 ähnliche Fälle im SKMH mit finanzieller Unterstützung von Handicap International behandelt werden können. Das ist eine große Unterstützung für die ärmsten der Armen, die oft gar nicht einmal über Behandlungsmöglichkeiten informiert sind, geschweige denn daran denken können, in die Stadt zu einem Hospital zu reisen.


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Sankhu - Nepal, die Heimat des SKM-Hospitals, liegt in der Nordostecke des Kathmandutals cirka 16 km von der Hauptstadt Kathmandu entfernt.